Traumspot ALTA REZIA – MODI-Freeride Tour

Grosotto/Valtellina – Die Vorfreude auf das Bikerevier Alta Rezia war groß. Traumtrails, grandiose Ausblicke und dazu das italienische Flair. Die Vorschußlorbeeren in den Gazetten waren alle absolut berechtigt. Vier Modi-Biker haben das Revier rund um Bormio, Livigno und Tirano hautnah erlebt und waren schlichtweg begeistert.

Unseren Standort haben wir bewusst in Grosotto gewählt. Der kleine Ort liegt ca. 10 km nördlich von Tirano und hat kaum Tourismus. Ein idealer Platz um die italienische Gastfreundschaft und die Valtelliner Küche zu genießen. Wir wurden auch hier nicht enttäuscht und erlebten unsere wahrscheinlich schönsten vier Biketage in unserem Leben.

Hochalpine Touren – epische Trails

Wir wollten die Traumtrails der Alta Rezia in vollen Zügen genießen – aber mit viel Schweiß erkämpft! Die in der Region angebotenen Shuttleservices haben wir nicht gewählt, sondern sind jeden Höhenmeter bergauf gefahren. Es wurden insgesamt knapp 8000, verteilt auf 180 Kilometer.

Tag 1 – Val Grosino Occ./ Malghera

Direkt von Grosotto ging die Tour steil bergauf über die kleinen Bergdörfer Fusino und Supiani bis zum winzigen Bergdorf Malghera. Hier oben auf 2000m erwartet uns eine traumhafte Bergkulisse mit einer markanten Kirche. Madonna del Muschio, der Muttergottes des Mooses ist diese Kirche geweiht. Von hier beginnt ein Feuerwerk an Trails, Schotterpisten und verbockten Geröllwegen. Teilweise verläuft der Trail direkt an der Hangkante und fordert eine gute Fahrtechnik. Über die Alpe Pedruna und die Alpe Plana wechselt der Untergrund ständig ab. Ein perfekter Spielplatz für Trailfans! Im unteren Teil wird der Trail zunehmend steiler und ruppiger, bleibt aber durchgehend fahrbar. Nach der Rüttelpartie werden wir direkt oberhalb der Kirche von Grosotto ausgespuckt und rollen zufrieden durch den kleinen Ort zum Hotel. Ein anspruchsvoller Auftakt unserer vier Tagestour in der Alta Rezia. Mit einem guten Abendessen Ristorante Borgo Antico lassen wir den Tag bei einem Valtelliner Wein und leckeren Pizzoccheri ausklingen.

Bilder Tag 1

Tag 2 – Borccetta di Forcola / Pendenola

Die Wirren des Krieges kommen den Bikern heute zu gute. Endlose Militärstraßen wurden während des Krieges bis zur 3000er Marke angelegt. Die Auffahrt zur Borccetta di Forcola (2769m) erfolgt über die Stilfser Joch Strasse von Bormio. Knapp 1500 Höhenmeter müssen bis zum Übergang bewältigt werden. Ab dem Umbrailpass (2500m) beginnt ein Höhentrail der einem den Atem stocken lässt. Direkt an der Hangkante verlaufend und nur handtuchbreit. Oben am Pass erschließen sich uns Traumblicke zum Pendenolo und in Val Forcola. Die Folgenden Abfahrtskilometer sind einfach nur gigantisch. Geröll- und Militärpisten zu Beginn – abschließend ein ausgesetzter Trail mit endlosen Schleifen ins Val Forcola. Adrenalin und Endorphin-Schübe im Sekundentakt. Jede Kehre ist ein Leckerbissen, dazu noch mit Traumpanorama. Schwindelfreiheit erforderlich!! Am Cancanosee umarmen wir uns vor Glück – ein Bikerhimmel auf Erden! Pasta-Nachschub gibt es am Malga di Forcola bevor wir uns in die letzte Abfahrt zum Casina di Boscopiano stürzen und weiter nach Bormio rollen. Perfekter Biketag mit allem was dazu gehört. Allerdings ist die Tour nur für erfahrene Bikerinnen und Biker mit Schwindelfreiheit und guter Fahrtechnik zu empfehlen. Abends waren wir in einem kleinen Ristorante in Tirano um den Tag genussvoll ausklingen zu lassen.

Bilder Tag 2

Tag3 - Besuch beim König: Rifugio Pizzini / Val Zebru

Mit dem Bus sind wir nach St.Caterina (1700m) gefahren. Startort zum Highlight der Tour – dem Passo Zebru auf 3005m ü.M! Es ist ein Traum von uns allen, mit dem Bike die 3000er Marke zu knacken. Als Belohnung gibt es einen epischen Trail, der seinesgleichen sucht. Wir erarbeiten uns harte 1300 Höhenmeter durchs wunderschöne Val Cedec bis zum Rifugio Pizzini auf 2706m. Steilste Stücke sind hier zu überwinden – 25% und mehr sind keine Seltenheit. Belohnt werden wir aber mit den Gletscherblicken zum Pizzo Tresero (3594m) und der Punta S.Matteo (3678m). Atemberaubend! Im Rifugio werden wir überaus nett empfangen – dazu gibt es Pasta und Espresso zur Stärkung. Noch 300 Höhenmter bis zum Pass. Anfangs ist der Trailpfad zum Pass noch fahrbar. Die dünne Luft und die Steigungsprozente zwingen uns bei ca. 2850m aber zum Schieben. Zudem zieht ein Gewitter auf und wir fahren nochmals zurück ins Rifugio. Zweiter Anlauf zum Pass nach einer Stunde Regenpause. Wir erreichen den Passo Zebru auf 3005m – für uns das Höchste der Gefühle! Auf über 3000m mit dem Bike. Leider zieht das Wetter wieder zu und wir können den Trail ins Val Zebru nur schemenhaft sehen. Temperatur: 2 Grad. Anfangs behindern zudem noch drei Schneefelder den Abstieg. Eine mit Seilen gesicherte Steilpassage erfordert nochmals volle Konzentration! Hier haben nur erfahrene Alpinisten etwas zu suchen. Die Passagen sind zum Teil ausgesetzt und extrem steil. Ab 2700m wird der Trail fast durchgehend fahrbar. Ab und zu ist der Pfad durch Moränen und Bäche unterbrochen. Auf 2600m ist der Nebel aufgezogen und wir sehen nichts mehr. Das GPS-Gerät wird jetzt unser wichtigster Helfer. Abenteuerfahrt hinunter ins Tal. Ab einer Höhe von 2400m wird es wieder klarer und wir folgen dem steilen Trail bergab. Komplett fahrbar und einfach nur geil!! Abschließend folgen wir der Schotterstraße nach Valfurva und biken anschließend wieder hinauf nach St.Caterina. Wir haben schon viele Alpentouren in den letzten Jahren erlebt – diese wird uns in unvergessener Erinnerung bleiben.

Bilder Tag 3

Tag 4 – Tirano-Supertrail – Schweizer Grenzgang

Die Wärme tut gut – heute sind es knapp 30 Grad als wir morgens von Grosotto nach Tirano rollen. Unser Auftrag: Trailsurfen hoch über der südlichsten Stadt der Alta Rezia. Wir queren Die Staatsgrenze und biken locker hinauf nach Brusio (CH). Entlang der Bahnlinie (Rhätische Bahn) geht es angenehm steigend ins Poschavio. Ab Brusio wird es steiler und die kleine Asphaltstraße hinauf nach Viano (1350m) kostet viel Schweiß. Wieder gibt es diese wunderbaren Tiefblicke, die uns die Tage immer wieder begleitet haben. Manchmal staunen wir einfach nur und genießen diese geile Bikeregion. Fünf Sterne wären immer noch zu wenig! Ab Viano kommt der Tirano-Supertrail – Absätze, Sandtrails und Highspeedpisten im Wechsel. Hammerpfade zum Schwärmen! Mit einer guten Fahrtechnik absolut komplett fahrbar. Es ist der perfekte Abschluss hinunter nach Tirano. 1000 Höhenmeter Fahrspaß bergab. In Tirano genießen wir das Leben bei einem leckeren Espresso. Belohnung für die Seele. Wir biken locker zurück nach Grosotto und lassen den Tag bei einigen Aperol-Drinks ausklingen.

Bilder Tag 4

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Es ist vielleicht der beste Spot der Alpen – die Alta Rezia. Ein perfektes Wegenetz für ambitionierte Mountainbiker. Dazu die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Einheimischen! Leckeres Essen und der gute Veltliner Wein runden die ganze Sache ab. Grosotto ist zudem ein Geheimtip, wenn man einfach mal dem Trubel entfliehen will. Die kleine Gemeinde mit seinen Bars und Cafes hat den unverwechselbaren italienischen Charme und das besondere Flair. Konditionell und Fahrtechnisch sollte man gut aufgestellt sein, sonst wird die Tour zur Tortour. Anspruchsvolle Trails und harte Aufstiege. Man kann die Aufstiege mit den Bergbahnen und Shuttleservices umgehen – für Downhiller absolut perfekt! Bergab hat man nur mit guter Fahrtechnik Spaß. Von der Infrastrukur ist die Region auf den Mountainbiker eingestellt. Hier werden extra Trails gebaut – Vorreiter ist die Gemeinde Livigno mit eigenem Bikepark. Wir waren begeistert und werden nächstes Jahr auf hier Tourenführungen machen.

Alle Infos unter:

www.alta-rezia.com/_ger/

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