Rückfall ins Mittelalter

Wegsperrungen für Mountainbiker

Die Zahl der Mountainbiker steigt stetig an. Allerdings wird der sporttreibende Radfahrer immer noch als Rüpel und aggressiver Zeitgenosse eingestuft. Der Mountainbikesport hat sich als Freizeitsportart längst etabliert. Leider haben das einige Funktionäre noch nicht mitbekommen. Immer nur verbieten und keine konstruktiven Vorschläge haben, langt leider nicht mehr aus. Man sollte sich konstruktiv mit der Sache Mountainbiken auseinandersetzen und nach gemeinsamen Lösungen suchen. Wir als Agentur haben immer wieder versucht Konzepte und Lösungen aufzuzeigen. Die Kanalisierung der auswärtigen Radfahrer auf einer permanenten MTB-Strecke, ist nur ein Thema. Dazu haben wir im Mountainbikepark Pfälzer Wald einen Vororttermin organisiert, an dem leider kein Vertreter der staatlichen Forstbehörde teilgenommen hat. Die Argumente gegen das Mountainbiken sind über die Jahre immer dünner geworden – und sie haben sich immer geändert. Mal war es der Lärm, danach die Wegezerstörung und dann wieder mal die Haftung und so weiter und so fort… Das es andere Regionen geschafft haben, ist beneidenswert. Allerdings hat man sich dort konstruktiv mit der Sache auseinander gesetzt. Mit Erfolg: die Strecken in Murrhardt und Spiegelberg haben sich etabliert und werden weiter ausgebaut. Das Mountainbikeprojekt im Pfälzer Wald wird um 700 Kilometer (!) erweitert. Die Nachwuchsprobleme in den Albvereinen sprechen zudem eine deutliche Sprache. Positiv ist die Entwicklung beim Deutschen Alpenverein (DAV), der sich konstruktiv mit der Problematik auseinander gesetzt hat und das Mountainbiken mit ins Programm aufgenommen hat. „Schwarze Schafe“ gibt es überall – Rücksichtnahme und Toleranz sind oberstes Gebot! Das Verhalten zwischen Wanderern und Bikern sollte auf gegenseitige Rücksichtnahme aufgebaut sein. Studien führender Meinungsforschungs-Institute belegen, dass die deutschen Freizeitsportler mehr auf dem Rad unterwegs sind, als zu Fuß. Die mit Steuergeldern bezahlten Funktionäre haben die Aufgabe, objektive Lösungen zu suchen – und nichts anderes! Das Landeswaldgesetz verbietet das Fahren auf unbefestigten Wegen unter zwei Meter. Allerdings kann die Forstbehörde Ausnahmen zulassen – also freie Willkür! Veraltete Ansichten, Vorurteile und mangelnde Weitsicht sind oftmals Programm. Der Mountainbiker wird in unserer Region immer noch als rücksichtsloser Waldbenutzer dargestellt. Es wird dringend Zeit das Waldgesetz zu überarbeiten. Die SPD-Fraktion im baden-württembergischen Landtag hat schon einmal Veränderungen gefordert. Man kann nur hoffen, dass dies bald geschieht!
Wir bitten Euch mit Rücksichtnahme auf Wanderer im Wald unterwegs zu sein. Nur so kann man sich dauerhaft arrangieren. Wir verweisen auf die zwei Meterregel nach dem baden-württembergischen Waldgesetz – die Befahrung solcher Wege ist in unserer Region strafbar. Auf hochfrequentierten und eigens für Fußgänger angelegten Pfaden wie dem „Weiter Weg“, haben Mountainbiker nichts verloren.

Verweis:

Landeswaldgesetz

Veränderungen gefordert Pressemitteilung SPD-Fraktion BW

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